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Battlefield 5 - Firestorm kommt zu spät und ohne Geschenk zur Battle-Royale-Party

Von Marvin Fuhrmann - Artikel vom 03.04.2019 - 15:16 Uhr
Battlefield 5 Screenshot
© Electronic Arts

Mit Firestorm wagt sich nun auch „Battlefield 5“ auf den Markt der Battle-Royale-Games und will ordentlich mitmischen. Wir haben uns ebenfalls in den „Burning Ring of Fire“ gestürzt und verraten euch, ob sich der Abstecher gelohnt hat.

„H1Z1“, „Playerunknowns Battlegrounds“, „Fortnite“, „Call of Duty: Blackout“, „Apex Legends“: Die Auswahl an Battle-Royale-Games ist mittlerweile riesig. Da ist es fast schon seltsam, dass Battlefield 5: Firestorm erst jetzt – einige Monate nach dem Release des eigentlichen Shooters – noch groß mitmischen will. Im Vorfeld gab es schon immer wieder Befürchtungen, dass der Einstieg zu spät kommt und der BR-Versuch von DICE zu wenig eigene Ideen bietet.

Battlefield 5 Battlefield 5 Mit kleinen Neuerungen auf den Serien-Thron
Leider kann sich „Battlefield 5: Firestorm“ tatsächlich nicht so recht von der Konkurrenz abheben. So läuft eine typische Runde ab: Solo oder als Squad (Duos sind bereits geplant) stürzen wir uns aus einem Flugzeug auf die neue Map herab. Diese ist von Anfang an schon eingeschränkt, da der Feuersturm bereits tobt. Nette Idee, die die Runden immer wieder ein wenig anders gestaltet. Auf dem Boden geht es dann aber recht typisch weiter. Waffen in verschiedenen Seltenheitsgraden, die bestimmte Aufsätze bieten, klauben wir vom Boden auf. Dazu gesellen sich Heilpakete, Rucksäcke und Panzerplatten für die Wiederherstellung von Rüstung.  


Schon hören wir Schritte in der Etage unter uns. Wir erstarren zu einer Kalksäule, behalten die Treppe im Blick. Bis sich schließlich der erste Feind in unser Blickfeld verirrt und wir den ersten Abschuss bekommen. Dank dem Grundgerüst von „Battlefield 5“ hören wir Gegner fast schon erschreckend genau bei all ihren Aktionen. Insgesamt fühlt sich „Firestorm“ deutlich langsamer  und taktischer als die Konkurrenz an. Das kann aber auch schnell dazu führen, dass die meisten Spieler nur noch Campen und auf leichte Beute warten.

Ein Hinterhalt ist in Battlefield 5: Firestorm ziemlich einfach.
Ein Hinterhalt ist in Battlefield 5: Firestorm ziemlich einfach. © Electronic Arts

Nach den ersten Abschüssen wird es ruhiger und wir stoßen auf einen Bunker, der einen großen Panzer in sich birgt. Das Risiko: Der Bunker braucht eine gefühlte Ewigkeit, um geöffnet zu werden. Eine Zeit, in der wir schutzlos sind und Feinde durch eine Sirene alarmiert werden. Doch immerhin schlummert da auch mächtiges Kriegsgerät hinter den Stahltüren. Wir haben Glück und können die Türen öffnen, dabei eine Feindgruppe abwehren und uns schließlich einen starken Panzer unter den Hintern klemmen.

Battlefield 5 Battlefield 5 Die zehnfache Größe von Hamada: So groß ist die Firestorm-Karte Halvøy!
So rollen wir der finalen Feuersbrunst und damit der Endzone entgegen. Von der Seite wird unser Panzer mit einer Rakete getroffen. Wir springen aus dem brennenden Stahlkoloss und flüchten in ein Haus inmitten der Zone. Nur noch wir und ein anderes Team sind übrig. Ein sanftes Fump-Geräusch ertönt, als plötzlich eine Fackel das Fenster neben uns zerschlägt und im Wohnzimmer landet. Schon wenige Sekunden später vernehmen wir das bekannte Rattern der V1-Rakete und nehmen die Beine in die Hand. Während hinter uns das Gebäude von der Rakete und der gigantischen Explosion zu Kleinholz verarbeitet wird, rennen wir genau in die Arme der letzten Feinde. So kurz vor dem Sieg fliegen wir raus. Am Ende bleibt das Gefühl, eine tolle Runde „Battlefield“ erlebt zu haben. Ein tolles Battle-Royale-Spiel suchen wir hier aber vergebens.

In diesen Bunkern verstecken sich mächtige Kriegsmaschinen.
In diesen Bunkern verstecken sich mächtige Kriegsmaschinen. © Electronic Arts

Fazit zu Battlefield 5: Firestorm

Insgesamt bleibt Firestorm weit hinter den Erwartungen an ein ideenreiches und neuartiges Battle-Royale-Spiel zurück. Zwar bringt es die gewohnten „Battlefield“-Formeln mit zerstörbarer Level-Architektur, Panzern und Luftunterstützung ein, aber genau das haben wir uns eben auch von einem „Battlefield“-Battle-Royale erwartet. Großartige „Battlefield“-Momente werdet ihr auch in Firestorm zu Hauf bekommen. Abseits davon gibt es keine Neuerungen, die einen Spieler langfristig von einem der Konkurrenten abbringen könnten.

Battlefield 5 Battlefield 5 Duos für Firestorm geplant, aber mit Einschränkung
Gerade mit dem Release von „Apex Legends“, das ebenfalls durch Electronic Arts veröffentlicht wurde, bekommt „Battlefield 5“ den größten Schaden ab. Für „Battlefield 5“ werden auch heute noch knapp 30 Euro fällig. Zwar bekommt man dafür auch eine Kampagne und einen epischen Multiplayer, neue Spieler, die nur nach BR-Games suchen, wird das aber abschrecken. „Apex Legends“ hingegen ist und bleibt kostenlos. Am Ende ist „Battlefield 5: Firestorm“ also eine nette Dreingabe für alle Besitzer des eigentlichen Spiels. Jedoch werden nur die wenigsten langfristig am Ball bleiben.

Das Feuer treibt euch in Battlefield 5: Firestorm an.
© Electronic Arts

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