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Game of Thrones - Warum unsere Redakteurin Angst vor der finalen Staffel hat!

Von Eva Lill - Artikel vom 20.01.2019 - 20:33 Uhr
Game of Thrones Screenshot
© HBO

Im April startet die achte und letzte Staffel des Mega-Fantasy-Serienerfolgs Game of Thrones. Aber kann die Reise der Stark-Geschwister überhaupt ein gutes Ende nehmen? Oder ist Enttäuschung vorprogrammiert? 

Achtung: Um diesen Text zu lesen, solltet ihr Game of Thrones: Staffel 7 kennen.

GoT: Das Lied von Angst und Ende

Zugegeben: Ich habe Angst. In diesem Frühjahr heißt es Abschied nehmen. Abschied von Arya, Sansa, Jon, Bran und all den wenigen Nicht-Starks, die's geschafft haben, bis zum Start von Staffel acht am 14. April zu überleben.

Ja, Game of Thrones geht in die letzte Runde. Schwer vorstellbar, dass die epische Fantasy-Reise, auf die wir uns vor acht Jahren begeben haben, ein Ende nimmt. Wahnsinn. So lange waren sie Teil unseres Serien-Junkie-Lebens: Die Familien, die mit Leib und Seele und Leben um den Eisernen Thron gestritten haben. Und was war das für ein Streit! Wir haben mit Robb gejubelt, wir haben Joffrey einen grässlichen Tod gewünscht und dann doch geschluckt, als er ihn bekommen hat. Wir haben um Ned gebetet und Jahre darauf gewartet, dass Littlefinger/Kleinfinger endlich seine verdiente Abreibung bekommt.

Wir haben Tage vor Folgen-Ausstrahlung die Internet-Verbindung abgeklemmt, um bloß nicht gespoilert zu werden. Haben uns auf der Arbeit freigenommen, unseren Uni-Stundenplan umgeworfen, uns in der Schule Streichhölzer zwischen die Augenlider geklemmt, um nach nächtelangem Bingewatching das „echte“ Leben irgendwie meistern zu können. Da wurde Nägel gekaut und Lippen gebissen, entgegen- und mitgefiebert. Bald also soll das alles vorbei sein? Sechs Folgen hat HBO ab April, um die Geschichte würdig auszuerzählen. Nur noch. Sechs. Folgen. Au weia. Ich habe Angst. Denn ehrlich: Mir fallen mehr großartige Serien, Filme, Games mit enttäuschendem Ende ein, als solche, deren letzte Stunde mich derart vom Sessel gepfeffert hat, dass mir Hören und Sehen verging.

Gerade Serien, die über sehr lange Zeit ein Millionenpublikum begeistern, haben's schwer, die Qualität zu halten. Da geht’s oft um Kommerz. Die Produzenten oder produzierenden Sender wollen, wie heißt es so schön, ihre Kuh bis zum Ende melken. Denken wir mal an „Akte X“, „The Big Bang Theory“, „How I Met Your Mother“ oder „Lost“. Je höher die Staffelzahl, desto leerer der Kuh-Serien-Euter. Denn irgendwann gehen selbst dem besten Drehbuchschreiber die Ideen aus. Dieser Qualitätsverlust, der tut mitunter richtig weh. Weil wir so viel Zeit hatten, die Helden und Schurken liebzugewinnen, weil wir einen Haufen Stunden ins Schauen investiert haben. Und weil wir dafür auch etwas zurückhaben wollten. Nämlich: eine gute Geschichte. Oft bringen wir sogar unsere eigenen Vorstellungen davon mit, wie eine Erzählung auszugehen hat. Enttäuschungen sind vorprogrammiert.

© HBO

Game of Thrones war jahrelang die beste Kuh im Stall. Die Erwartungen, die das Fantasy-Epos in bislang sieben Staffeln geschürt hat, kann das Ende nicht erfüllen. Egal, welche der zahllosen Fan-Theorien stimmt oder eben nicht. Schauspieler wie Kit Harington und Iain Glenn haben sich in den vergangenen Tagen ausreichend dazu geäußert. Mit Game of Thrones verhält es sich ja ohnehin etwas anders als bei den oben genannten Beispielen. Denn obwohl George R. R. Martin seine Finger nur noch bedingt mit in der Produktion hat, basiert die Serie auf seinen Romanen.

Natürlich sind die Showrunner David Benioff und Dan Weiss mittlerweile ihrem „Papa“ Martin um viele Plot-Twists voraus. Denn Martin schreibt noch immer an Buch sechs, während Benioff/Weiss nun ihr Game of Thrones beenden. Ein an sich schräger Gedanke, dass eine Verfilmung mal ihren Stoff überholt. Auch daran liegt es nach Meinung vieler Fans, dass die siebte (und auch die sechste) Staffel im Vergleich zu den Vorgängern arg schwächelte. Aber welche Gründe gibt es dafür noch? Der Versuch einer kurze Erklärung. Und ein paar Gründe, weshalb wir uns trotzdem auf dem 14. April freuen sollten.

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