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Battlefield 5 - Kriegsgeschichten: Warum die Story auf hohem Niveau enttäuscht

Von Philipp Briel - Artikel vom 13.11.2018 - 10:33 Uhr
Battlefield 5 Screenshot

In Battlefield 5 schicken euch EA und DICE zurück in den zweiten Weltkrieg. Im Einzelspielermodus nehmt ihr in drei Kriegsgeschichten an Schlachten rund um den Globus teil. Wir verraten euch, was die Kampagne auf dem Kasten hat und ob sie mehr ist, als nur eine nette Dreingabe zum Multiplayer.

Alles beginnt in einem ausführlichen Prolog, der uns einen kurzen Überblick über das verschafft, was uns im Spiel erwartet und den Grundton für die kommenden Stunden setzt: Krieg ist kein Spaß. Krieg ist brutal, schonungslos und zermürbend.
Wie bereits im Vorgänger gelingt es Entwickler DICE auf beeindruckende Art und Weise, das Grauen des Krieges auf den Bildschirm zu bannen. Zu Beginn bestaunen wir die wunderschönen Polarlichter am Himmel Norwegens. Doch Zeit, die Umgebung auf euch wirken zu lassen, bleibt keine.

Mit dem Fallschirm landet ihr auf dem Boden der Tatsachen und der ist verdammt hart und grausam. Beim Erklimmen eines Berges segnen eure Kameraden gleich reihenweise das Zeitliche, während ihr euch den Weg über eine verschneite Brücke bahnt. Nur, um am Ende einem gewaltigen Panzer gegenüberzutreten.

Im Rahmen des knapp 15-minütigen Prologes konfrontiert euch Battlefield 5 mit verschiedenen Situationen die einen Vorgeschmack darauf liefern, was euch in den Kriegsgeschichten erwartet. Eines haben dabei jedoch alle gemeinsam: Ihr werdet sie nicht überleben.

Der Auftakt von Battlefield 5 ist an Dramatik jedenfalls kaum zu überbieten und schafft es durch seine herausragende Inszenierung und den gelungenen Soundtrack, euch emotional zu berühren. Dabei fängt der Shooter das Grauen des Krieges so gut ein, wie es selbst filmischen Meisterwerken im Stile eines „Der Soldat James Ryan“ oder „Der schmale Grat“ kaum gelingt. Eben weil das Spiel nicht die Geschichte namenloser Soldaten erzählt, sondern seinen Charakteren tatsächlich ein Gesicht verleiht.

Emotionale Kurzgeschichten

Der Prolog von Battlefield 5 dient selbstverständlich als Einführung in die Einzelspielerkampagne, die auf den Namen Kriegsgeschichten hört. Dabei handelt es sich um kurze, ineinander abgeschlossene Szenarien, die euch die eher weniger bekannten Schlachten des Zweiten Weltkrieges aus der Sicht wechselnder Charaktere miterleben lassen.

Bereits der Vorgänger setzte auf dieses Konzept, das bei Fans gut ankam und auch größtenteils sehr gut funktionierte. Mit einer Spielzeit von knapp fünf Stunden, aufgeteilt auf drei Kapitel (ein weiteres wird nach der Veröffentlichung folgen) fällt der Umfang der Kampagne von Battlefield 5 jedoch äußerst überschaubar aus.

In der ersten Mission schickt euch das Spiel nach Nordafrika, im weiteren Verlauf geht es nach Norwegen und Südfrankreich. Genauso abwechslungsreich wie die Schauplätze fällt auch der Grundton der Kriegsgeschichten aus. Während das erste Kapitel mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor aufwartet, geht es im Skandinavien-Ausflug von „Nordlys“ deutlich düsterer zur Sache.

Diese beginnt dafür mit einer ausführlichen nächtlichen Skitour der Protagonistin Solveig, die sich auf die Suche nach einem vermissten Widerstandskämpfer macht. Schnell wird klar: Dank gut geschriebener, glaubhafter Charaktere und dichter Atmosphäre fügen sich die Kriegsgeschichten hervorragend in das Spiel ein.

Wenn ihr der Handlung folgen könnt, versteht sich. Immerhin sprechen alle Figuren in ihrer Landessprache was euch dazu zwingt, aufmerksam die Untertitel zu lesen. Wenn euch ein Panzer auf die Pelle rückt oder ihr von Feinden umringt werdet, ist das mitunter gar nicht so einfach.

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