PlayCentral Artikel Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache - Ein verhunzter Kapitän trifft auf düstere Piratenatmosphäre

Von Lucas Grunwitz - Filmkritik vom 25.05.2017 - 14:22 Uhr
Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache Screenshot

Eine notwendige Kehrtwende: Zurück zum alten Piratenflair

Nichtsdestotrotz macht Salazars Rache eine wichtige Sache richtig: Man versucht sich auf alte Tugenden zu besinnen. Von der ersten Minute an spürt der Zuschauer dieses Piratenflair, das man im vierten Teil so sehnlichst vermisst hat - ein Piratenmythos jagt den nächsten - genau diese Dinge waren es, die den ersten Teil der Reihe so erfolgreich gemacht haben. Gleichzeitig schafft es Disney erneut die beeindruckende Erzählform zu implementieren, die den Ausgang der Geschichte halbwegs unvorhersehbar macht. Natürlich geht der Kinozuschauer mit der Haltung in den Film, dass irgendwann mystische Objekte gefunden werden und ein epischer Showdown die Handlung zum Ende hin abrundet - dennoch macht diese Zusammenstellung aus verschiedenen Interessensgruppen ein Vorhersehen von zeitnaher Handlung ziemlich schwer und somit spannend. Letztlich folgt Fluch der Karibik 5 nicht dem klassischen Schema „Gut gegen Böse“ sondern „Jack Sparrows Gruppe gegen Salazars Crew gegen die Engländer gegen …“.

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Ein bildgewaltiges Piratenepos

Des Weiteren besticht Fluch der Karibik 5 durch bildgewaltige Animationen und Spezialeffekte. An dieser Stelle ließe sich natürlich im Vorfeld diskutieren, wie gut eine derartige Einstellung ist, die man eigentlich mit „Je mehr Spezialeffekte desto besser!“ gleichsetzen könnte, aber im Nachgang zeigt sich, dass Disney an dieser Stelle ein gutes Händchen bewiesen hat. Piratenschlachten schaffen es eine allgegenwärtige Gefahr einzufangen und auch hier auf richtige Piratenatmosphäre zu setzen, während die eher mystisch angehauchten Szenen zu faszinieren wissen und den Zauber einer solchen Legende widerzuspiegeln. Während des Films macht es schlichtweg Spaß zu schauen, welchen überraschenden Twist man nun aus dem Hut zaubert.

FAZIT: Ein Film, der für sich steht

Abschließend bleibt eine wichtige Sache festzuhalten: Fluch der Karibik 5 ist, auch wenn man sich in vielen Teilaspekten annähert, nicht vergleichbar mit den erfolgreichen Teilen der klassischen Piratentrilogie. Letztere lebte insbesondere von der witzigen aber dennoch spannenden Interaktionen zwischen Jack Sparrow, William Turner und Elizabeth Swan - wenn man als Kinozuschauer mit der Einstellung reingeht, dass dieser Film unbedingt auf dieses Trio setzen sollte, wird man schlichtweg enttäuscht. Disney versucht an dieser Stelle bewusst keinen Abklatsch zu kreieren, der sich an bisherige Filme anreiht, sondern vielmehr einen für sich eigenständigen Film zu produzieren.

Wenn man als Kinozuschauer also akzeptiert, dass es auch Piratengeschichten nach Turner und Co. gibt, kann man sich von Fluch der Karibik 5: Salazars Rache wunderbar unterhalten lassen. Der oftmals stupide Humor von Jack Sparrow hält uns zwar davon ab zu sagen, dass wir hier einen sehr guten Film haben, aber hinsichtlich der wirklich beeindruckenden Atmosphäre und einer kaum vorhersehbaren Story, lässt sich zumindest von einem fast sehr guten Film sprechen, der uns auch im Heimkino noch einige schöne Filmabende bescheren wird.

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