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TERA - Wie zu viel Inhalt auf einmal ein Spiel ruinieren kann

Von Lisa Anders - Special vom 16.01.2016 - 15:20 Uhr
TERA Screenshot

Im Laufe des Tages haben sich nun allerdings beide Publisher zum leidigen Thema geäußert – und demonstrieren jeder für sich, wie man es richtig machen kann:
Bei EnMasse Entertainment meldete sich wieder der Senior Producer von TERA NA, Matthew Denomme zu Wort und entschuldigte sich sehr offen für die Wortwahl des vorherigen Posts und gab gleichzeitig eine umfassende Erklärung für das Patchdatum ab. Dass man so lange nicht auf die Bedürfnisse der Community und bekannte Fehler im Spiel eingegangen sei, sich stattdessen hinter fadenscheinigen und diffusen Aussagen zu verstecken, sei ein Verhalten, welches es sofort abzulegen gilt. Um dies zu demonstrieren, wurden auf den Tag genaue Daten genannt, bis zu denen man sich der bekannten Probleme angenommen haben will.
 

Going forward, this is something we really need to improve. This includes keeping the community more directly in the loop regarding what we’re working and when content is coming. It also means being less vague and generic, as we were in yesterday’s letter.


Es sei ebenfalls ein Fehler gewesen, dass man nicht direkt erklärt hätte, wieso noch einige Zeit bis zum kommenden Patch vergehen würde, obwohl dieses Problem bereits im Vorfeld beim Publisher bekannt und mit dem Entwickler kommuniziert worden war. Aufgrund der innerbetrieblichen Umstrukturierung des Entwicklers Bluehole Studios, von dem EnMasse Entertainment eine direkte Tochterfirma ist, habe man es allen einfacher machen wollen und deswegen einen großen Patch bereit gestellt, anstelle von mehrerer zeitaufwändigerer Einzelveröffentlichungen. Die bereits im Voraus an den Entwickler weitergeleiteten und abgeschmetterten Bedenken des Publishers würden nun, nach diesem Ausmaß an negativen Reaktionen, auf jeden Fall noch einmal mit Nachdruck beim Entwickler vorgebracht werden.

Man würde sich dies als Beispiel für Kommunikation mit der Spielerschaft nehmen, so Denomme. In Zukunft wolle man noch viel offener sein und die Spieler rechtzeitig über alles, was vor und hinter den Kulissen des MMOs ablaufe, informieren. Es wird Zeit brauchen, aber Denomme ist sich sicher, dass man durch richtiges Handeln das Vertrauen der Community zurück gewinnen kann.

Auch Gameforge, der bei uns in Europa als Publisher von TERA in Erscheinung tritt, bewältigte die angespannte Situation bravourös. Bereits gestern las man von Community-Managerin Anemsalok und dem Hauptverantwortlichen des TERA-Shops Atmorph, dass das Thema bereits sowohl unter einander als auch mit der Führungsriege des Publishers kommuniziert worden sei und man sich um eine zufriedenstellende Lösung bemühe.

War Gameforge in der Vergangenheit nicht immer als nahe zu den Spielern bekannt gewesen, beziehungsweise für schnelle und spielerisch richtige Entscheidungen bekannt gewesen (wir berichteten über die Entfernung des wichtigsten Gegenstandes im Endgame), so demonstrierte der Publisher nun, dass er sehr wohl dazu fähig ist, aus vergangenen Fehlern zu lernen. Eine Übergangslösung des Problems kam, sowohl schnell als auch absolut zufrieden stellend. Mit der nächsten Serverwartung am kommenden Dienstag würde man sowohl ein Event ins Spiel einbauen, in welchem man das Material Desolarusherzschlag erbeuten konnte, als auch dieses als zusätzlichen Drop zu einigen noch nicht genannten Instanzen hinzufügen – wir erinnern uns, beides Vorschläge aus der Spielerbasis selbst. Gameforge schaffte es somit, Nähe zu einer Community zu demonstrieren, die vor allem das Fehlen dieser immer wieder anprangert, als auch unter Beweis zu stellen, dass man auch unter den Entscheidungsträgern Wissen um nützliche und nötige Anpassungen habe. Bei einer spielerisch miserablen Ausgangslage lässt sich mit gutem Gewissen behaupten, dass beide Publisher das Beste aus ihren Situationen gemacht haben und man sich beide Handlungen als Beispiel für gelungene Kommunikation nehmen sollte.

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