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Destiny - Wird der zweite DLC die eierlegende Wollmilchsau?

Von Christian Liebert - Vorschau vom 13.05.2015 - 11:44 Uhr
Destiny Screenshot

Am 19. Mai 2015 erscheint mit „Haus der Wölfe“ der lang erwartete zweite DLC für Bungies MMO-Shooter Destiny. Nach der Pleite der ersten Inhaltserweiterung haben sich die Entwickler ein bisschen mehr Zeit gelassen und an interessanten Neuerungen gearbeitet. Wichtig ist es vor allem, diesmal den Nerv der Fans zu treffen, denn der Shooter steht aktuell an der Schwelle zur Belanglosigkeit. Wenn Bungie nicht aufpasst, könnte es zum ersten Geburtstag von Destiny eine böse Überraschung geben. Damit das nicht passiert, muss Haus der Wölfe einschlagen wie eine Bombe. Wir zeigen euch daher, was euch kommende Woche so erwartet.

10 Jahre soll Destiny auf jeden Fall in Betrieb bleiben, denn genau für diese Zeitspanne will Entwickler Bungie bereits Inhalte in der Hinterhand haben. Allerdings ging der Start dafür schon alles andere als sauber über die Bühne. Die müde Story und das grindlastige, sehr repetitive, Gameplay sorgten unter den im Vorfeld gehypten Fans schnell für Frust und bescherten dem Konsolen-MMO mittelmäßige Kritiken bei der Presse. Sicherlich gibt es viele Spieler, die sich dennoch nicht beirren lassen und Destiny die Treue halten. Dass das Onlinespiel inhaltliche Problem hat, ist aber unbestritten.

Wenig förderlich war dabei auch der erste DLC „Dunkelheit Lauert“, der im Dezember erschienen ist und eigentlich nur alle bereits bekannten Features erweiterte. Ein neuer Raid, drei neue Dungeons, frische PvP-Karten und ein weiterer lahmer Story-Abschnitt. Für rund 20 Euro war dies ziemlich mau. Kein Wunder also, dass die Veröffentlichung von Haus der Wölfe, dem zweiten DLC für Destiny, ein paar Monate länger auf sich warten lies. Ob dies in Zusammenhang mit den schlechten Kritiken des Erstlings steht, ist offiziell zwar nicht belegt, aber stark anzunehmen.

Auf jeden Fall hat sich Bungie diesmal anscheinend mehr Mühe gegeben, Frischluft in die dystopische Zukunft zu bringen, denn das, was wir bisher über Haus der Wölfe wissen, lässt schon mal vermuten, dass es ab nächster Woche wieder richtig viel Spaß machen könnte, in Destiny unterwegs zu sein. Im Groben und Ganzen dreht sich diese Erweiterung um die Gefallenen, die Spieler vor allem vom Anfang ihres Destiny-Abenteuers, auf der Erde, kennen. In fünf neuen Story-Missionen werdet ihr erneut über alle Planeten gejagt und bekommt leicht veränderte Schauplätze zu sehen. Hintergrund ist, dass das "Haus der Wölfe" die Königen im Riff betrogen hat und diese nun Rache üben will und sich daher mit den Hütern verbündet.

Eure Reise beginnt diesmal aber nicht wie so oft am Turm, sondern im Riff. Im Auftrag eurer Majestät zieht ihr in die Schlacht und das bringt eine der bisher stärksten Neuerungen: Das Riff als sozialer Standort zwischen den Missionen, zur freien Erkundung. Innerhalb der Hauptstory hatten wir zwar bereits die Ehre, diesen Ort zu erblicken, allerdings nur innerhalb einer Zwischensequenz und auch nur für ganz kurze Zeit. Ab und mit Haus der Wölfe wird das Riff ein wichtiger Bestandteil eures Alltags werden. Das bringt gefühlt die meiste Veränderung mit sich.

Was einigen Spielern dafür etwas den Magen umdreht, ist die Tatsache des fehlenden Raids. Der zweite DLC wird keinen Strike für sechs Spieler im Gepäck haben. Zwar gibt es neue Drei-Spieler-Dungeons sowie PvP-Karten und leider auch wieder Exklusivität für die PlayStation. Wer aber einen neuen Superbosskampf erwartet hat, wird enttäuscht werden. Dafür hat Haus der Wölfe zwei andere, völlig neue, Features im Schlepptau, die den inhaltlichen Mehrwert des Download-Contents ausmachen: Das „Gefängnis der Alten“ und die „Prüfungen des Osiris“.

Im Gefängnis der Alten (Prison of the Elders) müsst ihr euch in einem Fireteam zusammenschließen und gegen eine Auswahl aus bekannten Gegnern und Bossen kämpfen. Dabei wird die Kampfarena immer wieder neu generiert, sodass jeder Einsatz anders aussieht. Zusätzlich dazu könnt ihr aus vier Schwierigkeitsstufen wählen, die für Level 28, 32, 34 und 35 ausgelegt sind. Je nachdem wartet dann auch verschiedene Beute auf euch. Unter anderem zum Beispiel legendäre Waffen und Rüstungen, die euren Charakter auf das neue Licht-Level-Maximum bringen. Zusätzlich gibt es natürlich auch neue Exotics und die Ruffraktion „House of Judgement“ (die ihr euch in diesem Feature erarbeiten könnt).

Bei den Prüfungen des Osiris (Trials of Osiris) handelt es sich um einen PvP-Modus für Profis, dessen Zugang ihr euch im Spiel erkaufen müsst (gegen Glimmer). Danach könnt ihr euch in Dreierteams zusammenschließen und euch auf einer Rangliste nach oben arbeiten. Egal wie rum, euer Fortschritt endet und wird auf null gesetzt, sobald ihr drei Runden verloren habt. Dann müsst ihr einen weiteren Zugang erwerben. Schafft ihr es zum Ende der Woche noch im Rennen zu sein, erwarten euch diverse Belohnungen. So könnt ihr bereits ab fünf Siegen ein wöchentlich wechselndes Rüstungsteil und ab sieben Siegen eine wöchentlich wechselnde Waffe erwerben. Ebenso gibt es Pakete mit hochwertigen Inhalten, darunter auch Lichtpartikel. Im Trials of Osiris gelten keine Restriktionen auf Level oder Ausrüstung. Ihr könnt alles benutzen und seit daher auch im Vorteil, wenn ihr ein höheres Licht-Level habt. Das macht diesen Modus vor allem für Vielspieler interessant.

Der Spielmodus für die Prüfungen ist Eliminierung. Dabei geht es darum, das gegnerische Team auszulöschen. Es gibt keinen Respawn - wer tot ist, bleibt tot.

Fazit: Klingt spannend

Es ist auf jeden Fall zu spüren, dass Bungie nach den schlechten Reaktionen auf den ersten DLC einiges daran gesetzt hat, mit Haus der Wölfe wieder voll durchzustarten. Trials of Osiris und das Gefängnis der Alten bieten zwei völlig neue Spielmodi, die vor allem für kompetitive Spieler sehr interessant werden könnten. Ob die Entwickler es diesmal geschafft haben, eine halbwegs spannende Geschichte zu erzählen, bleibt zumindest zu hoffen. Immerhin bekommen die Spieler mit dem Riff als sozialen Spott einen neuen Aufenthaltsort zu Gesicht und nach all den Monaten am Turm so den verdienten Tapetenwechsel. Auch wenn eine konkrete Bewertung erst nach dem Release möglich ist, scheint es so, dass Bungie aus anfänglichen Fehlern gelernt hat und diesmal wesentlich mehr Langzeitspaß bieten möchte. Eine Wiederholung des Desasters rund um Dunkelheit Lauert scheint sich also nicht abzuzeichnen.

Gerüchteweise steht dieses Jahr immerhin noch ein großes Expansionpack an. Bis dahin scheint es nach Haus der Wölfe keinen weiteren DLC mehr zu geben. Demnach hoffen wir, dass sich Bungie alle Mühe gibt, seinen MMO-Shooter bis dahin auf Kurs zu halten, ohne dass links und rechts Spieler auf der Strecke bleiben.

Haus der Wölfe erscheint am 19. Mai 2015 für PlayStation sowie Xbox. Der Zugang kostet entweder 19.99 Euro im Einzellkauf oder 34.99 Euro im Paket mit dem ersten DLC.

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