PlayNation Artikel Hearthstone

Hearthstone - Kontrollbesuch: Macht Hearthstone noch Spaß?

Von Lucas Grunwitz - Test vom 14.02.2015 - 13:24 Uhr
Hearthstone Screenshot

Misstrauen kommt nie zu früh, aber oft zu spät. Ein Spruch, der insbesondere die Anfangszeit des Kartenspiels aus dem Hause Blizzard ziemlich gut beschreibt. Seit den allerersten Kinderschritten im Jahre 2013 ist einiges an Zeit vergangen, viele Veränderungen und Anpassungen haben ihren Weg ins Spiel gefunden und unser letzter offizieller Testbesuch ist mittlerweile schon über ein Jahr her - Grund genug dem heimischen Wirtshaus einen erneuten Besuch abzustatten und dem Kartenspiel kritisch auf den Zahn zu fühlen.

Fangen wir mit Adam und Eva an: Hearthstone ist DAS Kartenspiel aus dem Hause Blizzard und basiert auf dem preisgekrönten MMORPG Hit World of Warcraft. In dieser Free-2-Play-Adaption des Fantasy-Universums habt ihr die Möglichkeit mit den beliebtesten Figuren und Helden der magischen Welt in die Kartenschlacht zu ziehen und euch mit Spielern aus aller Welt zu messen. Dafür stehen euch neun verschiedene Klassen zur Verfügung, die jeweils mit klassenspezifischen Karten auffahren, die ihr gemeinsam mit neutralen Karten zu einem Deck mit 30 Karten formen könnt. Letztlich bleibt auf dem Spielbrett nur noch die Fragen offen, wer sein Deck cleverer strukturiert und das größere Kartenglück besitzt. Seit der ersten Beta im Jahre 2013 hat Hearthstone diverse Veränderungen durchlebt und mit neuen Inhalten fasziniert. Als wir den Titel im Januar letzten Jahres testeten, befand sich das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile hat sich Hearthstone zu einem globalen Internet-Phänomen mit über 25 Millionen registrierten Nutzern entwickelt und wir wollen gemeinsam schauen, ob der Hype wirklich gerechtfertigt ist oder das Produkt anfänglicher Euphorie ist. 

Das Fazit unseres ersten Tests (hier zum Nachlesen) bleibt hingegen bestehen: Mit einem relativ simplen Regelwerk und unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten schaffen es die Jungs von Blizzard ein fesselndes Erlebnis zu schaffen, welches diverse Kartenliebhaber in seinen Bann ziehen sollte. Lange hegte die Community auch Zweifel gegenüber dem Geschäftsmodell, welches von Anfang an versprach 'für immer Free-2-Play zu bleiben'. Nach einem Soloabenteuer und einer offiziellen Erweiterung können wir bereits vorwegnehmen, dass die Entwickler ihr Versprechen gehalten haben und der gesamten Spielerschaft ein faires, kostenloses Spielerlebnis bieten. Selbst ohne Geld zu zahlen, kann der klassische Gamer mit Skill und etwas Kartenglück die Spitze der Rangliste erreichen. 

Dennoch blieb es mit dem erfolgreichen Spielkonzept lange Zeit ruhig. Hin und wieder einige Veränderungen am Balancing, vielleicht ein paar Bugfixes, aber mehr kam über monatehinweg nicht, bis die Entwickler plötzlich die Bombe platzen ließen: Ein Soloabenteuer mit neuen Karten sollte her. Und erneut ging das ganze Prozedere los: Ein Singleplayer in einem Online-Kartengame? Kann das überhaupt funktionieren? Wenigstens würde sich das Abenteuer thematisch stark am WoW-Universum orientieren und die Kel'Thuzad-Saga aufarbeiten. In fünf Vierteln hatten die Spieler in zwei verschiedenen Spielmodi die Möglichkeit ungefähr 15 computergesteuerte Gegner zu bekämpfen, welche den Gamern einiges an Taktik und Strategie abverlangten. Besonders die Kämpfe im heroischen Modus warteten mit teils unfairen Fähigkeiten und Karten auf, was die Herausforderung und insgesamt den Spielspaß drastisch erhöhte. Nicht wenige Tage haben wir mit einigen Gegnern verbracht, bis wir endlich voller Freude den Sieg errungen haben.

Wer eine besondere Herausforderung sucht, kann in klassenspezifischen Kämpfen mit ganz besonderen Decks coole Fights abliefern, deren Eindruck durch einfache Gegner leider etwas getrübt wird. Schließlich haben wir acht der neun Kämpfe im ersten Anlauf bewältigt. Mit 700 Gold pro Viertel bzw. 17,99 Euro für alle Viertel präsentiert sich uns das einzige große Manko der ganzen Geschichte, denn der Spaß ist keineswegs einfach freizuschalten, wenn man nicht gerade bereit ist die 18 Euro zu bezahlen. Jeder halbwegs routinierte Spieler weiß, wie lange es dauert 700 Gold zu farmen. Dieses Kunststück fünfmal zu absolvieren, verlangt einiges an Durchhaltevermögen. Insgesamt überwiegen für uns jedoch die positiven Aspekte dieses Abenteuers und letztlich bleibt noch zu betonen, dass dieses Element komplett optional ist. 

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

KOMMENTARE

News zu GTA 5

LESE JETZTGTA 5 - Sichert euch bis zu 1,35 GTA-Dollar