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Final Fantasy XIV - Naoki Yoshida über alte Charaktere und neue Inhalte

Von Pierre Magel - Interview vom 27.08.2014 - 10:40 Uhr
Final Fantasy XIV Screenshot

Im Rahmen der gamescom hatten wir die Gelegenheit, mit dem Mastermind hinter Final Fantasy XIV, Naoki Yoshida, vom Entwicklerstudio Square Enix zu sprechen und ihm einige Fragen über das MMORPG zu stellen. Er erzählt uns von seinen eigenen Gedanken und berichtet, was die Zukunft des Titels noch so bereithalten wird. Warum er sich außerdem aktuell lieber in Köln als in Tokio aufhält, erfahrt ihr im kompletten Interview. Viel Spaß!

Sehr geehrter Yoshida-San, es ist uns eine Ehre, das Interview mit Ihnen führen zu dürfen. Wie gefällt Ihnen Köln und speziell die gamescom? Es ist nicht das erste Mal, dass Sie die Messe besuchen - konnten Sie Änderungen zu den letzten Jahren feststellen?

"Köln ist jedes Jahr eine aufregende Stadt mit gutem Bier und tollem Wetter - besonders aktuell ist es in Tokio sehr heiß, ich genieße das Wetter in Deutschland. Ich finde, dass die Spiele und die Messe sich dahingehend verändern, dass man nicht nur AAA-Titel an jedem Stand sieht, sondern vor allem die Indie-Szene sich stark entwickelt hat. Ich bin gespannt, wie sich das über die nächsten Jahre ändern wird - auch im Hinblick auf die gamescom."

Zu Beginn war Final Fantasy XIV mit Version 1.0 ziemlich unfertig und entsprach nicht dem Wunsch der Spieler - haben diese anfänglichen Probleme das Team verunsichert, sodass man sich weniger innovative Mechaniken traut und eher auf altbewährte Inhalte baut?

"Es stimmt, der Anfang ist uns nicht so gut gelungen, wie wir das wollten. Aber zu sagen, dass wir dadurch Angst bekommen haben, neue Dinge auszuprobieren, wäre falsch. Wir geben der Community so früh wie möglich die Chance, neue Inhalte zu testen und uns ihr Feedback mitzuteilen. Weiterhin soll es vor allem auch dem Team Spaß machen, was sie dort entwickeln - wenn es uns gefällt, wissen wir, dass es auch bei den Fans gut ankommt. In Zukunft wird es so manche Neuerung geben, die die Spieler nicht erwartet haben."

Wie schwer ist es, als japanisches Entwicklerstudio auf europäische Wünsche einzugehen? Gibt es große Unterschiede zwischen asiatischen und europäischen Spielern?

"Grundlegend muss man sagen, dass die Unterschiede nicht sehr groß ausfallen. In China ist PvP deutlich beliebter als in Japan. Aber genauso gibt es auch japanische Spieler, die verrückt nach PvP sind. Besonders in Europa gibt es eine so große Vielfalt an verschiedenen Menschen und Spielertypen, dass man da keinen Stereotypen ausmachen kann. Es ist aber interessant zu beobachten, wie sich kleine Feinheiten immer mal wieder herauskristallisieren."

Im Internet wird wild spekuliert, dass der Patch 2.4 ungefähr im Oktober erscheinen soll - wie nah kommt diese Vermutung an das wahrscheinliche Releasedatum heran? Können Sie neue Informationen zum Update preisgeben?

"Wir versuchen, alle drei Monate einen größeren Patch in das Spiel zu bringen - Oktober ist also durchaus wahrscheinlich und kommt dem tatsächlichen Zeitpunkt sehr nahe. Patch 2.4 bedeutet einen riesigen Aufwand für das Team, man steckt viel Arbeit in diese Patches und erhofft sich damit stets, die bestehende Community aus Final Fantasy XIV zufrieden zu stellen und gleichzeitig neue Spieler für den Titel zu begeistern. Besonders mit Patch 2.4 wird es einige Dinge geben, die neuen Spielern Spaß machen sollen - aber auch fortgeschrittene Helden aus Eorzea werden mit neuem Endgame Content und der letzten Stufe von "Coil of Bahamut", die sehr schwer werden soll, gefüttert und motiviert."

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