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Warface - CoD für lau? Der Multiplayer im Check!

Von Christian Liebert - Vorschau vom 04.10.2013 - 16:57 Uhr
Warface Screenshot

Warface könnte die Sensation im Shooter-Bereich werden! Warum? Ganz einfach: Ein kostenloser Online-Ballermann mit einem coolen Alleinstellungsmerkmal und Crytek als Entwickler – da möchte man glatt von einer Hit-Garantie sprechen. Aber eben nur fast, denn wie die Suppe schmeckt, weiß man erst dann, wenn man sie auch gegessen hat. Im Fall Warface befinden wir uns derzeit in einem geschlossenen Early-Access, dem eine ebenfalls geschlossene Pre-Open-Beta (ja, wir sind uns über den Widerspruch bewusst!) folgt. Es ist also bisher nur Auserwählten möglich, einen Blick ins Innere des Spiels zu werfen. Glücklicherweise gehören wir zu eben jenen Auserwählten und scheuen uns nicht davor, unser Wissen mit euch zu teilen. Nachdem wir aber bereits ausgiebig über den CoOp-Modus – das eigentliche Highlight von Warface – geschrieben haben, folgt heute ein kurzer Spieleindruck über den Multiplayer.

Das Alleinstellungsmerkmal und sein kleiner Bruder

Ein Online-Shooter, bei dem mehr das Spielen miteinander, gegen die KI, im Vordergrund steht als das übliche Gefetze, wie wir es schon seit Jahren aus Counter-Strike, Call of Duty und Battlefield kennen? Eben genau das ist Warface und eben genau das macht dieses Spiel für uns so interessant. Vor allem die Tatsache, dass ein Free-2-Play-Titel von einem der führenden Spieleentwickler (Crytek) unter Verwendung einer sehr modernen Grafik-Engine (CryEngine 3) gemacht wird, lässt auf ein gelungenes Game hoffen. Wenn man sich als Konsument vorab mit Warface auseinandersetzen will, liest man aber eben meist nur, wie es so im CoOp-Modus, also in den Missionen, zugeht. Hier kann das Spiel zwar aus unserer Sicht voll punkten, aber das ist eben nicht das Thema, über das wir heute gerne schreiben wollen. Wie bereits erwähnt haben, hat das mächtige Alleinstellungsmerkmal einen kleinen Bruder, der auch mit von der Partie ist: der Versus-Modus. Im Versus-Modus sehen sich die Spieler nicht mit der KI, sondern mit Leuten aus den eigenen Reihen konfrontiert. Es ist quasi das klassische Gameplay, wie wir es aus zig anderen Titeln kennen und lieben. In den Modi Deathmatch, Team-Deathmatch, Destruction, Plant-the-Bomb, Storm und Free-for-All geht es in heftigen Multiplayer-Schlachten herrlich zur Sache. Allerdings ist hier falsch, wer auf so Dinge wie „Skill“ und „Taktik“ setzen will.

Nichts für müde Langweiler

Der Multiplayer-Modus von Warface zeichnet sich bestimmt durch viele Dinge aus, aber letztendlich wohl nicht durch Spieltiefe. Es hat schon was von Call of Duty, wenn man einfach nur durch die Straßen und Gänge hechtet, immer auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Hier wird alles nach dem Motto „Wer zuerst zielt, tötet auch zuerst“ abgehandelt. Das Gameplay wartet mit einer unheimlichen Geschwindigkeit auf, bei der man schnell ins Schwitzen kommen kann. Hier zählt einfach nur, wer den Finger schneller am Abzug hat und im Notfall mit der Movement-lastigen Steuerung umgehen kann. So läuft ein klassischer Durchlauf in etwa so ab: Ihr spawnt an einer Stelle, habt wenige Sekunden, euch einen Überblick zu verschaffen, rennt dann wie von der Tarantel gestochen los und hofft ein paar schnelle Abschüsse landen zu können, bevor ihr selbst ins Gras beißt. Okay, geübte Spieler haben schnell ein paar Tricks drauf. So gibt es unzählige Camper-Möglichkeiten sowie geeignet Spots für Scharfschützen. Da die Maps (für bis zu 16 Spieler) aber verhältnismäßig klein sind, läuft man sich eben schnell über den Weg. So kommt es dann, dass man irgendwann bevorzugt Spawns abklappert und hofft, ein paar Gegner von hinten zu erwischen. Man stirbt halt sehr schnell, was zumindest ehrgeizigen Spielern einige Frustmomente verschaffen könnte.

Wer es etwas gesitteter möchte, kann natürlich einfach die maximale Spieleranzahl reduzieren. Das macht das Gameplay etwas übersichtlicher. Die Anzahl der Mitspieler kann bis auf vier zurückgeschraubt werden, wenn man einfach nur mit den Kumpels eine Runde rumballern möchte. Dabei übernimmt GFACE – die soziale Plattform von Crytek - über die bisher nur Warface betrieben wird – freundlicherweise das Hosting. So kommen keine Extrakosten auf euch zu, falls ihr lieber in den eigenen Reihen unterwegs seid. Wenn es in Richtung E-Sport geht, steht euch auch die Möglichkeit zur Verfügung, eine Lobby für euren Clanwar zu erstellen.

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