PlayNation Artikel Project: Theralon

Project: Theralon - Exklusiv mit Video: Die ersten Eindrücke zur CryEngine-3-Sandbox

Von Thomas Wallus - First Facts vom 15.08.2012 - 13:46 Uhr

Die gamescom 2012 läuft seit wenigen Stunden - und mit ihr einher gehen die ersten spannenden Enthüllungen des diesjährigen Messesommers. Auch Publisher-Jüngling Infernum residiert in den gigantischen Hallen - und das nicht nur mit Brick-Force. Mit Project Theralon ist auch ein taufrisches Sandbox-MMORPG aus eigener Entwicklung mit im Gepäck - das neugieriger nicht machen könnte. Frisch aus der Präsentation stellen wir euch die wichtigsten Visionen, Ideen und Fortschritte des Entwickler-Teams vor und geben euch einen Einblick in das, was die frühe Prototyp-Version ausmacht und ausstrahlt.

Viel war im Voraus wohlgemerkt nicht bekannt. Mit wenigen Artworks und dem ominösen Projektnamen ließ das Berliner Unternehmen die Massen bis aufs Weitere alleine. Langsam löst sich aber das Rätsel um das Erstlingswerk der Infernum Studios, in welchem in einer High-Fantasy-Welt insbesondere mal wieder den Drachen eine besondere Rolle zukommt. Unüblicherweise sind diese Freund und Feind zugleich. So starten die jungen Abenteurer als Drachenreiter als Ankömmlinge in einer neuen Welt. Dort gilt es alles Gewohnte aufzugeben und den Neuanfang zu üben. Dabei geht die Beziehung zu den fliegenden Wesen so tief, dass diese sogar an den Stellenwert eines treuen Weggefährten herankommen. Schlichtweg austauschbar sollen die Fantasy-Tierchen keinesfalls werden, verspricht PR-Managerin Josephine Gehrke. Wohlmöglich möchte mancher Drachenreiter sich auch überhaupt nicht am Austausch versuchen, denn nicht alle Drachen könnten sich so friedlich zeigen wie das gewohnte Flugwesen. Immerhin, anders kaum undenkbar, suchen auch unangenehmere Vertreter der fliegenden Gattung den Himmel heim. So steht auch Bosskämpfen gegen fiese Feuer-Monstrositäten nichts mehr im Wege.

Drachen bekämpfen, reiten und als engen Begleiter schätzen - die Rolle der Fantasy-Wesen in Project: Theralon ist groß.

Doch im Laufe der Präsentation wird klar, dass Project: Theralon viel mehr auszeichnet als das Setting, zu welchem - wohlgemerkt wie zum MMORPG selbst - noch nicht allzuviel bekannt ist. Beschränkte sich das virtuelle Universum auf die durch die Drachen geprägte Welt, bräuchte es ohne Frage auch keine Betitelung als Sandbox-Online-Rollenspiel. Weitere Rechtfertigung für die Einordnung in diese Genre-Gattung braucht es nach den in Aussicht gestellten, aber nicht allesamt versprochenen Features auch gar nicht. Ganze Umgebungen, Städte oder Dörfer sollen von Spielerhand als treibende Kraft geschaffen werden. Eine Mordsaufgabe für die Entwickler, versteht sich, denn ein Öko-System zu schaffen - das fällt allein auf technischer Ebene nicht leicht, wie die lange Entwicklungszeit von ArcheAge beweist. In Aussicht gestellte Szenarien, die beweisen wie lebendig die Welt von Project Theralon ausfallen dürfte, beinhalten unter anderem das in der Präsentation eingebrachte Beispiel der Tierwelt. So banal dieses zur Demonstration gewählt wurde, so imposant beweist es auch, in welche Richtung Infernum zu gehen versucht. Bei einer überdurchschnittlich sorgfältigen Dezimierung ausgewählter Arten könnte es beispielswiese zu einem Angriff ganzer Wolfsrudel auf Städte und Ortschaften kommen. Leicht vorstellbar welche Rachegelüste in den hungernden Wildtieren aufkeimen dürften.

In von Spielern geschaffenen Städten können Charaktere ihr eigenes Haus besitzen - müssen dieses aber auch verteidigen.

Völlig gleich aber ob es sich bei der angreifenden Partei um die örtliche Tierwelt oder eine Horde Orks handelt: Für die Verteidigung der Städte sind die Spieler in vielerlei Hinsicht selbst verantwortlich - und aus eben diesem Grunde schimpft sich, wie oben schon einleitend erwähnt, Project: Theralon ein Sandbox-MMORPG. Bei den eigens geschaffenen Ortschaften sollte es nämlich sehr wohl von Bedeutung sein, welcher übergeordnete Plan dem Ganzen zu Grunde gelegt wird. Offene Straßen und gerade Anordnungen im Schachbrettmuster dürften ein leichteres Ziel sein als ebenfalls mögliche Winkel und Sackgassen, die ganze Mob-Armeen zersplittern. Häuser und Türme errichten die Spieler dabei über den spieleigenen Editor. Mittels vorgefertigter Module sollen zahlreiche Architekturen möglich sein und ihren Platz in der offenen Welt finden.
Funktioniert alles wie es die Visionen der Berliner vorsehen, dann dürfte Project: Theralon relativ schnell Fuß im Genre fassen - auch wenn man über den Release-Zeitraum wie immer spekulieren darf. Ist es aber einmal so weit, dann genießt sich das Spielerlebnis etwa auch über Browser, um nicht zu sagen Facebook. Dabei ist die erwähnte Plattform ein guter Aufhänger für die Frage nach den MMO-Merkmalen des Online-Rollenspiels. Vieles in dieser Hinsicht gab die gezeigte Demo nicht zu erkennen, aber fehlen soll es an Motivation zum Zusammenspiel nicht. Natürlich sind auch alle Features zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht im geringsten in Stein gemeiselt.

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