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- DayZ – Alpha, aber doch schon Kult: Die wegweisende Mod im Überblick

Von Christian Liebert - Vorschau vom 29.06.2012 - 18:17 Uhr
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Man kann sich derzeit wohl nicht über zu wenige Zombiespiele beschweren. In unzähligen Varianten bekommen wir die Untotenplage vor die Flinte, dürfen uns mit dicken Waffen durch Armeen derer Vertreter ballern und dabei mal so richtig die Sau raus lassen. Wer denkt, dass damit schon das Ende der Fahnenstange erreicht wäre, liegt falsch. Die kostenlose ArmA 2: Combined Operations Mod DayZ rückt das Genre der Zombieshooter in ein völlig neues und überaus realistisches Licht. „Wie würdest du dich verhalten, wenn die lebenden Toten plötzlich wirklich die Welt überrennen?“. Wir haben uns die Mischung aus Zombie-Survival und Strategie näher angeschaut und sind mehr als nur überrascht. Aber lest selbst. Vorweg sei angemerkt, dass sich DayZ derzeit noch in der Alpha-Phase befindet und daher noch viele Fehler beinhaltet.

Ein Alptraum wird wahr

Wie wäre es, wenn du „einfach so“ die Augen aufschlägst und dich mitten in einer milden Landschaft befinden würdest. Du hörst das Rauschen des Meeres und den Klang des Windes in den Grashalmen. Alles scheint normal. Du hast keine Ahnung, was hier los ist, gehst ein paar Schritte und kommst in ein kleines Dorf. Alle Häuser sind verlassen und die verbliebenen Einwohner torkeln untot als Zombies durch die Gegend. Plötzlich nehmen sie deine Anwesenheit wahr und stürmen wie vom Teufel besessen auf dich zu. Du nimmst die Beine in die Hand und gibst Fersengeld. Aber wohin kannst du gehen? Von überall kommen noch mehr Leichenfresser auf dich zu und langsam begreifst du, dass die Welt wie du sie kanntest nicht mehr existiert. Du musst dich verstecken, dich ausrüsten und vor allem irgendwie überleben.

So oder so ähnlich kann man das Spielgefühl von DayZ beschreiben. Während man bei anderen Artgenossen des Zombiegenres meistens mit einer Vielzahl an Waffen, tonnenweise Munition und schier gottähnlicher Gesundheit unterwegs ist, stellt ein Tag in DayZ den puren Kampf ums Überleben dar. Es geht nicht darum, die lebenden Toten möglichst spektakulär und brutal über den Jordan zu schicken, sondern darum, sie am besten nur dann zu Gesicht zu bekommen, wenn man darauf vorbereitet ist. Munition ist knapp und Heilung noch viel knapper. Die durchschnittliche Überlebensdauer eines Spielers beträgt um die 30 Minuten. Wer tot ist, bleibt tot. Keine Checkpoints, keine Savegames oder sonstige Absicherungen. Alles, was ihr euch während der Runde erspielt habt, geht verloren und ihr müsst erneut von vorne anfangen. Klingt ziemlich schwer, oder? Ist es auch! DayZ ist kein Spiel für Fans hoher Abschusszahlen oder einfachen Schießens und Rennens. Ein falscher Schritt kann euer Ende bedeuten. Dies wirkt auf den ersten Blick unfair, macht aber auch gleichzeitig eine sehr intensive Spielerfahrung aus.

Die Stille trügt! Auch wenn die Umgebung dazu einlädt, mit den netten Nachbarn eine Runde zu grillen, warten überall Zombies auf ihr nächstes Opfer.

Keine Gnade

Der Alltag in DayZ besteht zum größten Teil aus dem Erkunden der riesigen Landschaft. Der Tod lauert praktisch überall. Ähnlich wie in Minecraft gibt es keine feste Story oder Missionen. Ihr seid da, müsst euch der Umgebung anpassen und am Leben bleiben. Dies ist gar nicht mal so einfach, da ihr auf verschiedene Weisen sterben könnt. So müsst ihr immer darauf achten etwas zu essen oder zu trinken in der Tasche zu haben. Die Anzeigen auf der rechten Seite geben euch dazu eure Statusinformationen durch. Wie auch im echten Leben kommt ihr nicht ewig ohne Nahrung aus. Büchsenfutter und Getränkedosen findet ihr überall in der Welt. Ihr könnt aber auch spezielle Flaschen in den umliegenden Wasservorkommen befüllen oder das Fleisch getöteter Tiere braten. Vorausgesetzt ihr habt ein Messer, um das kostbare Gut aus den Kadavern zu schlachten. Holz und Streichhölzer braucht ihr natürlich auch. Sprünge aus der Höhe solltet ihr vermeiden. Brecht ihr euch die Knochen (was sehr schnell passiert), könnt ihr bestenfalls noch über die Straße robben. Viel mit wegrennen ist dann nicht mehr. Mit etwas Glück habt ihr Morphium dabei und könnt die Wunde damit behandeln. Da ihr dafür aber vorher in ein Krankenhaus müsst, ist die Chance am Anfang recht gering.

Die schlimmsten Gegner im Spiel sind aber nicht die Zombies, sondern die anderen Mitspieler. Um die 50 Überlebenden finden auf einem Server Platz. Ob man nun mit- oder gegeneinander spielt, bleibt ganz einem selbst überlassen. In der Gruppe kommt man besser voran und steigert die eigene Überlebenschance immens. Wiederum könnt ihr getötete Spieler ausplündern und somit eure eigenen Vorräte aufbessern. Die Qual der Wahl. Allerdings solltet ihr euch schnell entscheiden, denn euer Gegenüber stellt sich genau dieselbe Frage.

Alleine schon um auf den endlosen Laufwegen etwas Unterhaltung zu haben, lohnt es sich, sich mit ein paar Freunden zu einer Gruppe zusammen zu rotten. Später ist man sogar in der Lage ein Auto zu bauen und damit noch tiefer ins Landesinnere einzudringen. Ganz selten findet man die Benzinschlucker oder Fahrräder sogar einfach so am Wegesrand. Allerdings nur sehr selten.

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