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Allgemein - Wenn MMORPGs süchtig machen!

Von Redaktion PlayNation - Special vom 09.04.2010 - 15:20 Uhr
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Möglichkeiten ohne Grenzen
Beim Zocken von Online-Rollenspielen gibt es einen wohl maßgeblichen Unterschied zu dem meisten Offline-RPGs - die „Endlosigkeit". Tausende von MMORPG-Spielern sehnen sich nach immer mehr Möglichkeiten, immer mehr Abwechslung, immer neuen Ideen. Das kann ein Segen sein, stellt aber für die meisten Süchtigen einen Fluch dar.

Wer die Abenteuer eines typischen Offline-Rollenspiels erlebt, kommt zwangsläufig an einen Punkt, an dem Kapitel 4, 5 oder 6 endet, ein Endgegner stirbt und die Story mit einer Abschlusssequenz abgerundet wird. In diesem Moment sinkt der Wiederspielwert. Oftmals junge Spieler haben an dieser Stelle auch nicht mehr die finanziellen Mittel, sich für 50€ in ein weiteres Game stürzen zu können.

Viele Reisende in MMORPGs hingegen verbringen jedoch immer öfter kostenlos Zeit in der Spielwelt und die Server sind auf Abruf verfügbar. Die Story endet in einer gelungenen Umsetzung zwar mit einem Höhepunkt; das Leben im Fantasy-Universum geht aber weiter - dank Gilde, dank Player versus Player-Modi, dank vielen weiteren Quests, dank immer neuen Herausforderungen! Es gibt keine Grenzen mehr, die sich erkennbar herauskristallisieren und verdeutlichen. Hinzu kommt, dass der erfolgreiche Spieler ständige Anerkennung für sein Tun sammelt und in der Spielwelt zumindest virtuelle Freunde kennenlernt. Diese zollen ihm vielleicht auch genau den Respekt, den der Spieler in Realität nicht erhält. Das ist im Umkehrschluss ein weiterer Ansporn, mehr Zeit im MMORPG zu verbringen.

Wann bin ich süchtig?

Es ist völlig in Ordnung, wenn wir oft und gerne MMORPGs spielen! Problematisch wird es allerdings, wenn wir für Online-Rollenspiele die Arbeit oder Schule und das soziale Umfeld links liegen lassen. Der Punkt, ab dem man ein gewisses Suchtverhalten an den Tag legt. So gut wie jeder MMO-Veteran musste sich selber schonmal dazu überreden, den Computer auszumachen, um auch mal wieder Zeit mit echten Freunden oder der Familie zu verbringen. Wer diesen Punkt allerdings desöfteren überschreitet und es nicht schafft, sein Limit zu sehen, landet schnell in einer Art Isolation, welche die Sucht nur noch weiter verstärkt. Wer es übertreibt, hat irgendwann nur noch virtuelle Freunde, verliert seine Arbeit oder fliegt gar von der Schule. Wenige Extremfälle zocken sogar so viel, dass sie vor Erschöpfung umkippen und dann kommt meist jede Hilfe zu spät.

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