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ArcheAge: Bannen von IP-Regionen im Kampf gegen Bots sinnlos?

Von Christian Liebert - News vom 20.10.2014 12:32 Uhr

In einem Interview mit unseren Kollegen von Gamona hat sich Trion Worlds CEO Scott Hartsman unter anderem zur Problematik mit den Bots geäußert. Die von vielen Spielern geforderten regionsweiten Banns von IP-Adressen sei wohl nicht der Schlüssel zum Erfolg.

Das kostenlose Online-Rollenspiel ArcheAge, das besonders durch seine Sandbox-Inhalte besticht, hat seit seinem Launch mit einigen Problemen zu kämpfen. Nicht nur, dass die Server in den ersten Tagen fast gar nicht zu erreichen waren und die Spieler mit stundenlangen Warteschlangen kämpfen mussten, sind mittlerweile Bots und Chat-Spam ein großer Grund für Unmut. Vor allem der Verkauf von Ingame-Währung für Echtgeld dominiert die Kommunikationskanäle.

Viele Fans fordern mittlerweile, dass Trion Worlds umfangreich IPs aus dem asiatischen und russischen Raum bannt, um das Problem wirksam zu bekämpfen. Wie Scott Hartsman, der CEO von Trion Worlds, allerdings erneut im Interview mit unseren Kollegen von Gamona bekräftigt, sei dieser Lösungsansatz wohl ein Holzweg. So sagt er:

„Das Bannen von IPs hilft dummerweise nicht sonderlich viel. Diese Leute wechseln ihre IP alle fünf Minuten. Leute, die du möglicherweise als russisch erkennst, verbinden sich mit unseren Servern über japanische, chinesische oder amerikanische IP-Adressen. Du wirst kaum einen von den bösen Jungs finden, der nicht mit falscher IP unterwegs ist. Doch was kann man tun in einer Welt, in der das möglich ist und in der man unbegrenzt kostenlose Accounts generieren kann?“

Um die Bots wirksam und schnell zu entfernen, wurde mittlerweile laut Hartsman ein Tool integriert, welches das Verhalten der Spieler mit den typischen Anzeichen für einen Bot abgleicht und sie bei strengem Verdacht aus dem MMO entfernt. Das Programm soll dabei wohl ziemlich aggressiv vorgehen und Trion Worlds sei daher schon auf das Feedback der Spieler gespannt.

Weiter geht er im Interview auf den Chat-Spam ein. Hier sei wohl auch das Problem, dass XL GAMES, der Entwickler hinter ArcheAge, eine andere Philosophie verfolgt wie man mit solchen Störfaktoren umgeht. Trion Worlds selbst habe wohl bereits eine Software entwickelt, die schon in den anderen Games des Publishers zum Tragen kommen, um Spam zu erkennen und zu löschen, bevor ihn die Spieler sehen. Allerdings muss dieses Feature direkt in den Client eingearbeitet, und damit von XL GAMES abgesegnet, werden, was derzeit wohl der Flaschenhals ist. Aktuell wird mit einer Übergangslösung gearbeitet, die den Spamer erst nach dem Posten (wenn es die Spieler bereits gesehen haben) erkennt und verbannt.

Das komplette Interview mit Gamona könnt ihr hier nachlesen

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