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Allgemein: Neue Studie zur Suchtgefahr von MMOs

Von Christian Liebert - News vom 07.08.2013 08:55 Uhr

Eine neue Studie verschiedener britischer Universitäten bestätigt aufs Neue: Onlinespiele können süchtig machen. Die Wissenschaftler sehen die Schuld bei den Entwicklern, die über die Gefahr Bescheid wüssten.

Onlinespiele, speziell MMORPGs, machen süchtig: Dies erkannten Forscher schon vor über zehn Jahren, als EverQuest seiner Zeit in aller Munde war. Auch 2013 hat sich an dieser Tatsache wenig geändert, meint zumindest eine Studie verschiedener britischer Universitäten. Die Wissenschaftler geben an, dass circa 11 Prozent aller Spieler tendenziell süchtig sein, im psychologischen Sinne. Dazu nannte man eine durchschnittliche Spielzeit von 40 bis 90 Stunden am Stück. Schuld daran seien vor allem fesselnde Spielmechaniken wie zum Beispiel lange Quest-Reihen oder Nebenbeschäftigungen wie Berufe, die Spieler möglichst fest in ihren Bann ziehen sollen. Soweit alles nichts Neues. Laut der Studie liegt die Schuld vor allem bei den Entwicklern, die genau wüssten, welche Inhalte besonders zeitfressend sind und diese entschärfen müssten. Auch gab man an, dass man dem asiatischen Vorbild folgen sollte und das Spielen nur für eine bestimmte Menge an Stunden am Tag freigeben müsse. Ganz klar aber sieht man hier die Entwickler in der Pflicht, die sich ihrer Schuld zwar bewusst sein, dies aber nicht zugeben würden.

Unserer Meinung nach ist es nun mal der Sinn eines Online-Rollenspiels, dass man viel Zeit damit verbringt. Wirft man einen Blick auf aktuelle Titel, dann sieht man, im Vergleich zu vor zehn Jahren, dass viele Erfolge wesentlich schneller erarbeitet werden können. So dauert zum Beispiel der Levelprozess bei MMOs wie Guild Wars 2, World of Warcraft oder Neverwinter bei Weitem nicht mehr so lange, wie es 2005 noch üblich war. Auch Schlachtzüge und andere Dungeons sind deutlich in ihrer Dauer reduziert worden. Sicherlich sollte es vor allem für mehr jüngere Spieler Möglichkeiten geben, die Spielzeit zu reduzieren – Blizzard bietet die Funktion „Elterliche Freigabe“, die das Spielen nach einer bestimmten Zeit nicht mehr möglich macht, schon seit Jahren an.

Als Liebhaber und vor allem Kunden diverser Onlinespiele wollen wir unser Spielen nicht den Wünschen der Gesellschaft, sondern unseren eigenen Vorstellungen entsprechend anpassen. Aus diesem Grund können wir als MMO-Portal diese Studie zwar verstehen, ihre Schlussfolgerungen aber nicht unterschreiben. Was haltet ihr von der Sache?

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