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Allgemein: Finanzierungsmodelle von MMORPGs

Von Redaktion PlayCentral - News vom 14.12.2010 16:43 Uhr

Vor einigen Jahren war nicht nur das Internet noch wesentlich teurer, auch für die ersten MMORPGs musste man tief in die Tasche greifen. Während zu Beginn der Online-Rollenspiele noch monatliche Kosten in Höhe von bis zu 50 Mark zzgl. Internetkosten entstanden, gibt es heute diverse Titel, die kostenfrei angeboten werden. Doch so gratis sind kostenlose MMORPGs oftmals gar nicht. In diesem Special wollen wir näher auf die verschiedenen Finanzierungsmodelle von Online-Rollenspielen eingehen.

Das Abo-System
Das Abo-System ist wohl das älteste Finanzierungsmodell in den Weiten der MMORPGs. Der Spieler kauft sich das Game und bezahlt eine monatliche Gebühr für den jeweiligen Titel. In wenigen Fällen wird die Software auch kostenfrei zum Download angeboten, so dass nicht noch zusätzliche Ausgaben für das eigentliche Spiel entstehen.

Während man zu den Anfängen der MMOs, beispielsweise zum Start von Meridian 59, noch für jede Stunde einen bestimmten Betrag zahlen musste, ist heute eine feste monatliche Gebühr von 10 bis 13 Euro üblich. Zum Vergleich: Damals konnte man schnell auf mehr als 50 Mark (25 Euro) kommen, wenn man jeden Monat nur 30 Stunden im Spiel verbracht hat. Heutzutage ist das Finanzierungsmodell deutlich günstiger – dennoch für viele Gamer noch zu teuer.

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Genreprimus World of Warcraft nutzt ein Abo-System!

Genrevertreter wie World of Warcraft, Everquest 2, Aion und viele weitere Titel nutzen ein Abo-System und lassen sich für ihr Angebot jeden Monat knapp 13 Euro zahlen. Oftmals kann der Kunde ein wenig Geld sparen, wenn er direkt ein Abo für ein halbes oder gar ein Jahr abschließt. Einige Anbieter offerieren sogar so genannte Lifetime-Accounts, die auf Lebenszeit gelten. Die Gebühr zahlt der Spieler meist über Bankeinzug, Kreditkarte, PayPal oder so genannte Gametimecards. Letztere lassen sich mit Prepaid-Karten für das Handy vergleichen, die ihr im Handel kaufen und dann für Spielzeit einlösen könnt. Damit Spieler auch wissen, für was sie Geld ausgeben, wird oft eine kostenlose, aber zeitlich begrenzte Testversion angeboten. Zudem ist beim Kauf des Spiels fast immer ein Freimonat enthalten.

Die monatlichen Kosten werden mit 24 Stunden Support, guter Serveranbindung, ordentlichen Updates und der weiteren Entwicklung gerechtfertigt. Mittlerweile sind die Kosten für Server und Technik jedoch deutlich gesunken, weshalb das Abo-System immer weniger Vertrauen erhält. Dementsprechend sind auch weniger Spieler bereit, einen festen monatlichen Betrag abzudrücken. Das hat viele Publisher und Entwickler dazu bewegt, ihr Finanzierungsmodell auf das so genannte Micropayment umzustellen. Vor allem weniger erfolgreiche Online-Rollenspiele mit Abo-System springen aktuell auf diesen Zug auf oder versuchen eine Mixtur aus beiden Varianten. Erfolgreiche Abo-MMORPGs bringen meist, neben kostenfreien Updates, noch kostenpflichtige Expansionen in den Handel, die weitere Landschaften, Rassen und Abenteuer bieten. Die Erweiterungen sind allerdings nicht zwingend und erhöhen die monatliche Gebühr nicht.

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Runes of Magic ist ein erfolgreiches MMORPG, das kostenfrei angeboten wird!

Micropayment / Item-Shop
Besonders populär sind heutzutage kostenlose MMORPGs, auch Free2Play Games oder kostenfreie Online-Rollenspiele genannt, die sich über Micropayment finanzieren. So wird das Grundspiel meist kostenlos angeboten, für besondere Gegenstände oder Inhalte muss der Kunde allerdings in die Tasche greifen. Inwieweit man das Spiel wirklich kostenfrei bis zum Maximallevel zocken kann, ist bei jedem MMORPG unterschiedlich. So bieten viele Betreiber nur optische Schmankerl, Gegenstände von geringem Nutzen oder Heiltränke für echtes Geld an – einige Hersteller verkaufen aber ebenso extrem starke Gegenstände, mit denen ihr viel schneller das Maximallevel erreicht oder feindliche Spieler kinderleicht ins Jenseits befördern könnt. Oftmals geht das sogar so weit, dass virtuelle Helden bares Geld ausgeben müssen, wenn sie noch weitere Levelstufen mit ihrem Charakter erklimmen wollen.


Dementsprechend sind kostenlose MMORPGs nicht grundsätzlich völlig kostenfrei – aber irgendwie müssen sich die Betreiber auch finanzieren. Hier gilt es wohl für die Anbieter, eine richtige Balance zu finden.

Einige Anbieter offerieren auch spezielle Quests oder umfassende Updates für zusätzliches Geld. Teilweise sind auch Mixturen zwischen Micropayment und Abo-System recht erfolgreich. Zu den bekanntesten kostenlosen MMORPGs in Deutschland gehören Runes of Magic, Metin2, Last Chaos, Cabal Online, Rappelz, Allods Online, Fiesta Online und weitere Genrevertreter.

Kaufversionen
Im Trend liegen zudem Onlinegames, die der Spieler einmalig kauft, für die er aber kein monatliches Abo zahlen muss. Die bekanntesten Vertreter dieses Finanzierungsmodells sind wohl Guild Wars und Global Agenda. Ihr erhaltet jegliche Spielinhalte für den einmaligen Kaufpreis des Spiels. Allerdings verhält es sich hier oft so, dass umfassende Expansionen oder verwandte Versionen des Titels ebenfalls nochmals als Box im Handel gekauft werden müssen, sofern man die Inhalte nutzen will. Ein paar Hersteller, die dieses System nutzen, bieten zudem Micropayment-Funktionen an. So können Spieler auch hier virtuelle Gegenstände für echtes Geld kaufen.

Meinungen
Egal für welches Finanzierungsmodell sich Entwickler und Spieler entscheiden, es geht vor allem darum, mit dem jeweiligen Titel Geld zu verdienen. Auch kostenlose Online-Rollenspiele sind nicht unbedingt kostenfrei. Doch welches Modell haltet ihr für das beste System, um die Balance zwischen Spieler und Betreiber zu erhalten? Und gibt es vielleicht sogar ein Finanzierungsmodell, das bislang noch kein Entwickler nutzt? Beispielsweise die gesamten Kosten über Werbung zu decken? Wir sind auf eure Meinungen gespannt!

 

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